Archiv der Kategorie: Nachdenkliches

das alter ist ein mieser hund

Nun sitz ich hier und tippe statt meinen ruhestand zu genießen. 

wie singt udo jürgens doch so schön: mit 66 jahren da fängt das leben an. so etwas ähnliches hatte ich mir für meinen ruhestand erhofft doch wie das so ist:

“ erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ 

ich will ja nicht jammern 

aber  mein gesundheitszustand  ist recht marode . erst kam die herzklappe ,danach sollte alles besser werden. denkste ,trotz rauchen abgewöhnen , ernährung umstellen und der versuche eines regelmäßigen ausdauertrainings war scheinbar alles für die katz. als es sich langsam anfühlte als ob es besser würde kommt mir meine hüfte in die quere. nach einer wochen quälerei mit medikamenten erklärte mir mein doc : ich kann jetzt nichts mehr tun , du mußt ins krankenhaus. super , und das am wochenende. faszit : von freitag bis montag hab ich mich dann im krankenhaus mit dem schmerzen und diversen morphin-basierten pillen übers wochenende geschleppt. montag dann fing die foltertour an – man kann es nicht anders nennen ! erst reißt der arzt an meinem bein als ob das ein stück holz wäre ,danach konnte ich mich erstmal gar nicht mehr bewegen. dann kommt die anordnung : sie müssen in die röhre – ich kann aber nicht da ich hochgradiger klaustrophobiker bin. dann das vernichtende urteil des behandelnden arztes : ob das mit der röhre bei ihnen klappt ist fraglich , sie sind ZU FETT ! bravo , soviel feingefühl hätte ich gar nicht erwartet. 

weiter gehts …

also runter auf stat.1. ab in die halbe röhre ; so weit , so gut , doch wie kommt man auf diese liege mit schmerzen dass man schreien könnte? die krankenschwester die mich stützen sollte fühlte sich damit völlig überfordert und wurde unverschämt. ich weiß ja dass pflegepersonal  hart arbeiten muß und teilweise wirklich überfordert wird doch bitte , was kann ich dafür? ich könnte mir ganz sicher etwas anderes vorstellen als tagelang im krankenhaus sinnlos die betten zu füllen. die end-diagnose läuft auf artrose aus die schmerzen werden mit einem tabletten-cocktail bekämpft und das wars. nein , nicht ganz- die physiotherapeutin drehte mir zunächst einen rollator an , der aber in dem derzeitigen schmerz-zustand völlig fehl am platze war – was hilft mir diese gehhilfe wenn ich doch vor schmerzen nicht auftreten kann ? man hat sich zum schluß auf krücken geeinigt , die haben den vorteil dass sie auch da einsatzfähig sind wenn mir mal die luft wieder knapp wird. eine folge des langfristigen ,zeitweise recht hohen, tabakkonsums. 

kommen wir zum schluß 

nach all dem hickhack übers jahr kam jetzt noch der verdacht auf gallensteine dazu. gott lob konnte das aber ausgeschlossen werden , die ganze magengeschichte geht auf die vielen medis zurück die ich schlucken muß. nun neigt sich das jahr dem ende zu und ich hoffe dass es im neuen etwas schneller wieder bergauf geht. immerhin liegt die herzklappen-operation fast 12 monate zurück , die reha-maßnahme hab ich auch brav absolviert , lediglich den stepper den ich mir fürs home-workout beschafft hab kann ich weiter vererben – immerhin hab ich mir die schmerzen in der hüfte über dieses training zugezogen . 

so iss es

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Köln, eine Illusion ?

Zumindest eine Enttäuschung ,auf den ersten Blick . Ich wollte schon immer mal nach Köln, doch eigentlich unter anderen Voraussetzungen . Karneval oder Einkaufsbummel , an die Herzklinik hatte ich da weniger gedacht. Und nun sitze ich hier , nach dem ich die Geschichte jahrelang vor mir her geschoben hab und habe keine andere Wahl mehr. Angst hin oder her , eine OP ist notwendig.

Nun gibt es im Kreis Olpe aber keine Herzchirurgie und die Fahrt nach Köln wird,wenn man mit Bus und Bahn fahren muss, zum Abenteuer. Mit dem Bus nach Gummersbach geht ja noch ganz geschmeidig , mit einem “ Schöner Tag NRW“ Ticket für 44€ für zwei Personen ( wir hätten zu fünft fahren können) war der Preis ganz erträglich .

Ab Gummersbach wird’s ungemütlich , jedenfalls bei solch trübem Wetter wie es gestern war. Nun hat sich die Bahn ja zur Aufgabe gemacht sämtliche Bahnhofsgebäude einschließlich Wartehalle abzubauen und statt dessen offene “ Haltepunkte“ zu schaffen. Ich weiß ja nicht ob man es sich bei der Bahn wirklich leisten kann auf ein bestimmtes Kundenklientel zu verzichten oder ob da einfach nur Idioten in der Planung sitzen. Jedenfalls Senioren -und Behinderten-freundlich  ist das nicht wenn es A) nirgends vernünftige Bänke B) dafür aber endlose Treppenaufgänge und schmale Schläuche an Gängen gibt über die jeder Klaustrophobiker  in endlose Panik – Attacken ausbricht.

(Den Text schrieb ich vor einigen Tagen nach meinem Besuch in der Kölner Herzklinik. Mittlerweile hat sich meine Frustration gelegt. Trotzdem , Köln du bist ein Dreckspatz ! 🙂  )

Nun , am 4.Dez. gehts los . Antreten um 8:00 Uhr in der früh,das ist allerdings nicht mit den Öffentlichen zu schaffen. Dank der ehem. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, das ist die der man in Spanien den Dienstwagen geklaut hat , gibts keinen Zuschuss zu den Fahrtkosten von der AOK weil ich nicht schwer gehbehindert bin und keine Pflegestufe 3 hab. Na ja , ich bin zuversichtlich dass sich jemand findet der mich fahren kann .

Noch eine letzte Voruntersuchung und am 5. wird’s dann ernst. Aortenklappen-Implantation nennt sich dieser Eingriff . Zwei Stunden OP ,sieben Tage Aufenthalt im Krankenhaus ; wie lange die Reha dauert weiß ich noch nicht . Dafür hege ich die große Hoffnung dass ich nach diesem Eingriff wieder halbwegs normal leben kann ohne gleich nach jedem Handgriff im Haushalt ausgepowert zu sein.

Ich bin stolz auf mich …. fast vier Monate bin ich nun schon rauchfrei ; so langsam pendeln sich die Geschmacksnerven wieder ein . Mein Kaffee schmeckt nicht mehr verbrannt, der Toast nicht mehr nach Sägemehl ;nur mit dem Hähnchen hab ich noch Probleme , das liegt allerdings eher daran dass der Brathähnchen-Verkäufer auf dem Wochenmarkt nicht mehr der selbe ist.

 

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im foyer

 

Ich bin Rentner von Beruf

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Seit ein paar Tagen bin ich ganz legal Rentnerin ,nachdem mich die Behörden ja schon vor zwei Jahren in den Vorruhestand geschickt haben.Mit 63 war ich für den Arbeitsmarkt zu alt und das obwohl die Lebensarbeitszeit auf 67 angehoben wurde …. ich frage mich immer wie schizophren ist das denn ?

Heute kann ich drüber lachen doch als ich die Aufforderung vom Jobcenter bekam einen Rentenantrag zu stellen blieb mir schlicht die Luft weg. Bis dahin wusste  ich gar nicht dass man zwangsverrentet werden kann .

Nachdem ich sämtliche dämlichen Sprüche von “ selber Schuld, hättest du mal was anständiges gelernt“  über “ Man muss zur Not auch Abstriche in Kauf nehmen“  ( was uns ja die vielen Minijobs und einen löcherigen Mindestlohn gebracht hat ) bis hin zu  „Wer Arbeit will der findet welche“ ohne sinnlose Diskussion  zur Kenntnis genommen und in den gedanklichen Abfalleimer entsorgt hatte habe ich mich mit meinem neuen „Beruf“ arrangiert.

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Meine derzeitige To – do Liste sieht so aus dass ich mir vorgenommen habe möglichst viel von dem zu erreichen was ich schon immer gerne tun wollte .

Zunächst allerdings muss ich meine Herzklappe endgültig reparieren lassen.  Lange genug hab ich diese OP vor mir her geschoben immer mit der Angst im Genick : was ist wenn ….. Dazu kamen noch ein paar Voruntersuchungen für deren Durchführung man unterschreiben muss. So nach dem Motto „falls was schief geht ist keiner für zuständig“ . Unterm Strich hilft es ja nichts , entweder  ich lass mich operieren oder ich klapp irgendwann mal so zusammen …. Die Chance eine geplante OP zu überleben ist größer als eine Not-OP.

Jetzt hab ich die ganzen Voruntersuchungen durch und warte auf den OP-Termin. Die OP soll in Köln durchgeführt werden doch jetzt zieht sich die Zeit so lang hin.

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Nun bin ich erstmal seit gut sechs Wochen rauchfrei .

Und wer glaubt dass das einfach ist der irrt sich gewaltig. Abgesehen von der Gewohnheit kommen nämlich noch Entzugserscheinungen , die es angeblich bei Nicotinentwöhnung  nicht gibt. Allerdings ist das morgendliche Husten seit einiger Zeit Vergangenheit. Trotzdem ist das Treppen steigen und andere weitere Fußmärsche noch anstrengend und im wahrsten Sinne “ atemberaubend“ …..

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Veränderung

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Zwar halte ich nichts von guten Vorsätzen fürs neue Jahr doch hab ich beim Durchforsten meiner Blogs festgestellt dass eine gründliche Renovierung notwendig wird. So eine Art Frühjahrsputz auf WordPress .Als ich hier anfing hatte ich absolut keine Ahnung wie ich WordPress händeln sollte ( ich beherrsche immer noch nicht alle Funktionen) mittlerweile bin ich allerdings schon etwas versierter aber ich denke ich werde noch lange brauchen bevor ich alle Funktionen verstanden hab. Macht aber auch nichts ,bin ja kein Profiblogger und will auch keiner werden. Nun , lange Rede,kurzer Sinn : ich werde meinen Zweitblog , den “ ganz normalen Wahnsinn“ komplett runderneuern. Ich erzähl das mal so für den Fall dass es jemand interessiert . 

Schönen Tag noch ….

Fresh hot sweet coffee

wünscht euch die wolfskatze  😉

FROHE WEIHNACHTEN

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Seit fünf Jahren der erste Weihnachtsbaum , selbst geschmückt . Ja ich weiß , ganz perfekt ist der nicht dafür hat er aber Charakter. Mir gefällt er. Jetzt noch etwas drumherum Ordnung schaffen und dann schlafen .

Ich hoffe ihr habt alle auch ohne dieses weiße, nasskalte Zeug Freude an Weihnachten . So wünsche ich denn auch allen Lesern ein besinnliches und friedfertiges Weihnachtsfest.

 

 

 

 

 

So schön ist „meine“ Stadt

Obwohl ich der Ansicht bin dass diese Stadt vor 53 Jahren reizvoller war. Zuviel ist im Laufe der Jahre Ver-und umgebaut oder abgerissen worden. Leider bekommt man aus dem Archiv der Stadt keine Bilder zur weiteren Verwendung , das ist wirklich schade denn in meinem Repertoire befinden sich zu wenig alte Bilder ,so kann ich die Stadt nur in ihrer jetzigen Schönheit vorstellen.

 

Wir haben immer noch sehr viel landschaftliche Schönheit zu bieten ; ich sage ’noch‘ weil man nicht weiß was für die nächsten Jahre alles geplant ist. Alleine der Stadtkern hat sich in den vergangenen Jahren des öfteren verändert , mehr als gut ist.

Dort wo der Brunnen steht zierte damals als ich hier hin gezogen bin ein steinernes Gefallenendenkmal mit einem steinernen Löwen den Park welcher heute nur noch ein gepflasterter Marktplatz ist nachdem er eine zeit lang Parkplatz war. Der Löwe steht heute im ’neuen‘ Stadtpark der natürlich auch schon wieder zig Jahre alt ist. Ein ehemaliges Gewerbegelände welches ,nach dem man die Firmen außerhalb der Stadt angesiedelt hat(über die Vor-und Nachteile kann man streiten) zunächst ,soweit ich mich erinnere (ich poche jetzt nicht auf Wahrheitsgehalt ) ein Einkaufszentrum werden sollte aber erfolgreich von einigen Bürgern verhindert wurde . Den Park in seiner jetzigen Struktur hätte man sich allerdings auch sparen können. Doch auch da kann man geteilter Meinung sein.

 

Durch immer mehr Neubaugebiete verschiebt sich der Stadtkern systematisch .Neben Lidl gibt es mittlerweile einen kik ,Rossmann-Drogeriemarkt, Netto-Markt und ganz ans Ende hat man ALDI umgelagert, sehr zum Leidwesen älterer Mitbürger die nun einen weiteren Weg in kauf nehmen müssen. Nun ja , das bringt die Modernisierung so mit sich . Gott Lob sind uns noch ein paar Geschäfte im ‚alten ‚ Stadtkern erhalten geblieben .

 

Das Seniorenheim mit seiner Parkanlage ist auf jeden Fall durch die Modernisierung ansprechender geworden. Zwischen Kirche und der ehem. Bäckerei besteht allerdings ein größerer Abstand als das Bild vermuten lässt. Diese Bäckerei beinhaltete früher unsere Post und einen Hutmacher und heute die örtliche Polizeidienststelle. Von den alten Traditionsgeschäften sind leider nicht mehr viele übrig. Die übrig gebliebenen werden sich hoffentlich noch lange halten.

 

Noch ein paar Impressionen …..

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Die Bilder sind übrigens alle aus meinem Repertoire … nicht geklaut und nicht kopiert .

 

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auf dass allen die Erleuchtung  komme …. allerdings recht zweifelhaft bei dieser Sparbeleuchtung  😉