Es weihnachtet

Noch vier Wochen dann ist wieder Heilig Abend. Erinnerungen an die eigene Kindheit werden wach. Eine Zeit in Armut und voller Entbehrungen aber auch eine Zeit des Erinnerns an schöne , besinnliche friedliche Zeiten. Es fehlt noch der Schnee, der alles stiller werden lässt,der aus der gewohnten Umgebung eine andere , freundlichere macht.

Es ist eine Zeit des Erinnerns – an Mutters Plätzchen und Zimtsterne; an selbstgestrickte Pullover und Mützen; an reparierte Puppenköpfe und selbstgebaute Holzhäuschen für die Aufzieh-Eisenbahn. Es ist eine Zeit des Erinnerns an den wahren Sinn des Weihnachtsfestes -füreinander,miteinander. Erinnern an Wärme und Geborgenheit und Zufriedenheit. Wir hatten nicht viel doch wir hatten uns und das war das was wirklich zählte.

Vieles ist heute anders ….

Was nicht unbedingt etwas negatives sein muss .Manches ist einfacher geworden . Die meisten von uns haben eine warme “ Stube“ wie man es früher nannte und so richtig Hunger leiden müssen wir auch nicht. Was nicht bedeutet dass es keine Armen mehr gibt , schließlich leben wir ja nicht in einer perfekten Welt, doch es ist eine andere Art von Armut. Eine Armut die nicht sein müsste wenn alles etwas gerechter verteilt wäre. Kleiderkammer, Aktion Warenkorb,das alles gab es zu unserer Zeit nicht doch etwas gab es was heute Mangelware geworden ist :

Menschlichkeit und Mitleid

Man hastet und hetzt durch die Läden ; die Hektik nimmt immer mehr zu und für das Wesentliche sind viele taub und blind geworden. Vor lauter Weihnachtsgeschäftigkeit vergisst man dass Weihnachten eigentlich kein Fest für Kommerz und Profit sein sollte.  In der Christmette werden dann heilige Lieder gesungen und die Krippengeschichte wird vorgelesen doch den Menschen die voller Hoffnung in unser Land kamen  schlägt eine Welle von Hass entgegen. Hass aus Angst dass man ein ganz kleines bisschen vom eigenen Wohlstand teilen soll.

Zu hause auf dem Gabentisch liegen dann die teuren Geschenke , gefertigt in Dritte Welt Ländern von Kinderhänden zu unmenschlichen Bedingungen. Teure technische Geräte , made in China und Taiwan , von Frauen und Männern produziert die für ihre Arbeit einen Spottpreis erhalten der nicht ausreicht um eine Familie zu ernähren.

Dazu kommt das teure Festmahl , all die leckeren exotischen Dinge die man von weither importieren muss. Geerntet von den Menschen die diese Früchte ihrer Arbeit nur von weitem betrachten können weil Profitgeier den Marktpreis festlegen den keiner dieser Bauern bezahlen kann. Man kann diese Liste noch endlos fortführen doch dann ist die Weihnachtsstimmung endgültig dahin. Zwar ist den Menschen nicht viel damit geholfen ,trotzdem sollte man während des Tischgebets auch der vielen Menschen gedenken die mit ihrer Leistung unser Wohlbefinden sichern und einen Segen für sie erbitten. Das tut nicht weh und kostet auch nichts.

 

 

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